Geschichte live erleben mit der VERGISSMEINNICHT – Wanderausstellung des Friedrich-Rückert Gymnasiums Ebern

Am 25.9 hatten die Schülerinnen und Schüler unserer 9. Klassen die Möglichkeit die VERGISSMEINNICHT – Ausstellung des Friedrich-Rückert-Gymnasiums Ebern in den Räumlichkeiten des Staatsarchivs der Würzburger Residenz zu besichtigen.

Begleitet von Ihren Lehrern (StD Dr. Peter Mierau, StD Gabriele Wollman, OStRin Kristina Jordan und StRin Sonja Senger), dem Schulleiter Herrn OStD Klauspeter Schmidt sowie Herrn StD Rainer Hubl von der MB Dienststelle bekamen wir anfangs eine sehr anschauliche Einführung von Dr. Rupprecht, dem Leiter des Staatsarchivs, der uns anhand von NS-Akten des Staatsarchivs die Arbeit eines Archivs, von Historikern und die Schwierigkeiten bei der Arbeit bzw. dem Umgang  mit Originalquellen näher brachte.

Was die Ausstellung so eindrucksvoll und erschütternd zugleich machte, ist die Tatsache, dass sie sich ausschließlich mit den Schicksalen von 22 jüdischen Kindern beschäftig. Alle Kinder wurden von Würzburg aus in die jeweiligen Konzentrationslager deportiert, aber nur sechs von ihnen überlebten.

Die Schülerinnen und Schüler erfuhren anfangs mit Hilfe von Originalakten etwas über das Leben jüdischer Würzburger Mitbürgerinnen und Mitbürger und deren dramatischen Lebensumstände. Besonders die Tatsache Originalquellen, sprich echte Deportationsbescheide, Schulzeugnisse Fotos oder Akten einzelner jüdischer Bewohner, v.a. Kinder in den Händen zu halten, machte die 9. Klässler sehr betroffen. Danach berichteten drei Schüler des Gymnasiums Ebern und Herr OStR Daniel Heß über die Arbeit ihres P-Seminars und die einzelnen 22 Kinder-Biografien, ihre Archivrecherche samt Erfolgen und Hürden. Am Schluss durften die Röntgen-Schüler die Wanderausstellung auf eigen Faust erkunden und jedes der 22 jüdischen Kinder, die stellvertretend für die knapp 1,2 Millionen jüdische Kinder stehen, die während des Dritten Reiches verfolgt und ermordet wurden, näher kennen lernen und ihr Schicksal hautnah verfolgen. Alleine jedem Kind in die großen hoffnungsvollen Augen zu schauen, jagte einem einen Schauer über den Rücken.

Wir danken nochmal Herrn OStR Heß für die Möglichkeit der Ausstellung beiwohnen zu dürfen sowie der Schulleitung des RGW für unsere Freistellung.

Kristina Jordan für die Fachschaft Geschichte

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