ANKOMMEN.
BEWEGEN.
EXPERIMENTIEREN.
KOMMUNIZIEREN.
RESPEKTIEREN.

Geographie am RGW

Geographie am RGW

Das Fach Geographie lebt neben dem anschaulichen und abwechslungsreichen Unterricht zu aktuellen Themen wie beispielsweise der aktuellen Lage im Nahen Osten im Bereich der Geopolitik oder dem Dauerbrenner Klimawandel von der realen Begegnung. Doch nicht nur das, dadurch, dass wir Geographiereferendare ausbilden, hat das Röntgen-Gymnasium die Möglichkeit, neue und innovative Unterrichtskonzepte und Methoden auszuprobieren. So gibt es neben dem klassischen Geographieunterricht mit Karten und Kompass auch einen Klassensatz VR-Brillen, welche beispielsweise für virtuelle Exkursionen, beispielsweise zum Avocadoanbau nach Mexiko, genutzt werden. Doch die Exkursion ist nicht nur virtuell ein wichtiger Eckpfeiler des Geographieunterrichts. Aus diesem Grund bietet die Fachschaft Geographie in den verschiedenen Jahrgangsstufen Exkursionen an. Beginnend in der 5. Klasse mit dem mineralogischen Museum oder weiterführend in der 10. Klasse mit dem Botanischen Garten. Das Highlight in diesem Schuljahr war sicherlich die erstmalig stattfindende große Alpenexkursion der beiden Leistungsfächer der 12. und 13. Jahrgangsstufe, die ab diesem Schuljahr alle zwei Jahre stattfinden wird. Hierzu einige Eindrücke:

Alpenexkursion der Leistungsfächer

Alpenexkursion der Leistungsfächer

Die Anfahrt unserer 30-köpfigen Reisegruppe bestehend aus 26 Schülern sowie der Begleiter Frau Öhrlein, Frau Rottmund, Herr Moutsios und Herr Weinrich nach Garmisch-Partenkirchen mit dem ICE gestaltete sich überraschend problemlos, sodass wir Mittwoch abends nach der Ankunft direkt mit einer Nachtwanderung zur Burgruine Werdenfels starten konnten. Dabei mussten die Schülergruppen in Kleingruppen mit Karte und Kompass navigieren. Am Ziel angekommen wurden wir mit einer grandiosen nächtlichen Schneealpenkulisse belohnt. Nachdem sich jeder sattsehen konnte, ging es gemeinsam zurück zur Unterkunft.

Zu Beginn des Tages sind wir um 09:15 Uhr von der Jugendherberge Richtung Skisprungschanze losmarschiert. Dort wurden wir von Herrn Gehrle-Neff empfangen, welcher hautnah als Bauamtsleiter beim Bau mitgewirkt hat. Dieser hat uns einen interessanten Einblick vom Aufbau bis hin zur aktuellen Nutzung der Schanze gegeben. Zudem konnte er seine Erkenntnisse beim Bau der Schanze mit vielen spannenden und witzigen Anekdoten vertiefen. Von der Schanze aus gab es sogar einen kurzen Vortrag zur Stadtentwicklung Garmisch-Partenkirchens, was aus dieser Perspektive besonders beeindruckend war.

Anschließend, nach kleiner Stärkung durch eine Mittagspause, haben wir uns Richtung Ortskern begeben, wo uns im Kongresshaus bereits Frau Fichtl vom städtischen Tourismusamt mit Freude empfangen hat. Im renovierten Flügel des Hauses hatten wir SchülerInnen nach ausführlicher Vorstellung über die Entwicklung des Tourismus und Projekte der Infrastruktur in Garmisch-Partenkirchen die Möglichkeit, der Expertin jegliche Fragen zu stellen.

Nach dieser aufschlussreichen Begegnung ging es für uns direkt weiter mit einer Stadtführung durch die Altstadt. Dabei wurde auf den historischen Werdegang Garmisch-Partenkirchens eingegangen und man hat uns durch frühere Aufnahmen einen Einblick in die Vergangenheit gegeben.

Abschließend sind wir als ganze Gruppe zusammen essen gegangen und haben den Tag ausklingen lassen.

Seid ihr schon mal mit einer alten Zahnradbahn zum Zugspitzplatt hochgefahren? Wir schon, denn so startete der dritte Tag unserer Exkursion. Dort angekommen kam es bei einem kleinen Spaziergang in der Nähe des nördlichen Schneeferner Gletschers zu einem spontanen Vortrag der Bergwacht über die Lawinenhund-Rettungsstaffel. Aber auch wir selber informierten uns gegenseitig mit interessanten Referaten zu verschiedenen Themen wie Gebirgsbildung und Klimawandel in der Region.

Der Spaß durfte natürlich auch nicht fehlen, weshalb wir anschließend auf Plastiktüten und Jacken den Schlittenberg runterrutschten. Wieder am Zugspitzplatt, ging es weiter mit der Gondel nach oben und wir erreichten den höchsten Punkt Deutschlands am Gipfel der Zugspitze. Von dort aus hatten wir einen tollen Ausblick über die Alpen und konnten kurzzeitig die Grenze nach Österreich übertreten. Wieder im Tal führte uns der Weg zum Eibsee und manche wagten sogar ein Eisbad.

Außerdem konnten wir noch einmal den Ausblick auf die Zugspitze genießen, bevor wir uns ein letztes Mal gemeinsam bei einer großen Pizza stärken. Und dies nicht ohne Grund, denn kurz darauf ging es zum Eisstock schießen, bei dem der Teamgeist aber auch der Ehrgeiz herausgefordert wurde. Auf dem Weg zum Hotel bemerkten wir zufällig ein Eishockey Spiel in der Eishalle von Garmisch-Partenkirchen, in die wir einen kurzen Abstecher machten. Ein super spannendes Drittel später stand der Heimsieg für den SC Riessersee fest und wir konnten unseren Heimweg fortsetzen und den Abend mit netten Gesprächen und Spielen ausklingen lassen.

Am letzten Exkursionstag stand noch einmal eine Wanderetappe um die Partnachklamm an. Nachdem diese leider wegen Eisbruch nicht begehbar war, konnten wir diese nur umrunden. Nach einem überraschend steilen und anstrengenden Weg am Rand der Klamm stand auch schon eine gemeinsame kulinarische Stärkung auf der Kaiserschmarrnalm an. Nachdem dort die namensgebende Speise verdrückt wurde, konnte immerhin über den eisernen Steg die Naturgewalt der Klamm erlebt werden. Wer dachte, der Blick in die tosende Partnach wäre das Abenteuer des Tages gewesen, hat nicht mit dem teilweise vereisten Rückweg auf der anderen Klammseite gerechnet. Alle Exkursionsteilnehmer gelang der sportlich überraschend anspruchsvolle Weg jedoch problemlos und es ging zurück nach Garmisch bevor die Heimreise nach Würzburg anstand.