Besuch der KZ Gedenkstätte Dachau der 9. Klassen

„Arbeit macht frei!“ – dieser bewusst sarkastische Spruch steht auf dem Tor zur KZ-Gedenkstätte Dachau, die wir - die Schüler und Schülerinnen der 9. Jahrgangsstufe - am 19.03.2019 besucht haben. Während einer zweieinhalbstündigen Führung bekamen wir den Weg der Häftlinge von der Ankunft bis zum oftmals grausamen Ende erklärt. Anhand von Gegenständen und anschaulichen Beispielen lernten wir den  Alltag im KZ näher kennen.

Wenn man durch das Eingangstor geht, gelangt man auf den Appellplatz, wo die permanenten Schikanen ihren Anfang nahmen. Von stundenlangem Strammstehen bis zu Folter waren die Gefangenen der Willkür der SS-Soldaten ausgesetzt.

In den Barracken erfuhren wir, dass zum Teil die zehnfache Anzahl an Häftlingen untergebracht wurde und diese unter menschenunwürdigen Bedingungen lebten. Insgesamt wurden mehr als 200 000 Häftlinge in das Arbeits- und Umerziehungslager Dachau gebracht, darunter waren Menschen aus 30 verschiedenen Nationen. Anfänglich wurden politische Gegner Hitlers wie Kommunisten, Sozialdemokraten und Geistliche in Dachau inhaftiert, jedoch folgten in den darauffolgenden Jahren Juden, Sinti und Roma, Homosexuelle oder auch Zeugen Jehovas.

Fassungslos hörten wir den Ausführungen unserer Referentinnen zu und fragten uns immer wieder „Wie konnten Menschen so grausam zu anderen Menschen sein?“, „Wie konnten Menschen anderen Menschen so etwas antun?“ oder „Wie konnten die SS-Leute das durchziehen?“.

Am meisten hat uns der Anblick des Krematoriums und der Gaskammer, die jedoch nicht mehr in Betrieb genommen wurde, mitgenommen. Auch wenn es keine Vergasungen gab, starben mehr als 43 000 Häftlinge aufgrund von Erschöpfung, Hunger, Krankheit und Erschießungen im Dachauer Konzentrationslager.

Auch die Bilder der abgemagerten Häftlinge bzw. von vielen Toten, die wir im abschließenden Film über die Geschichte des KZs Dachau von der Entstehung bis zur Befreiung durch die Amerikaner sahen, werden uns noch lange im Gedächtnis sein.

„Wie konnte es so weit kommen, ….?“ Wir sind der Meinung, dass diese Exkursion ein essentieller Bestandteil des Erinnerns und Gedenkens ist, denn der Besuch vor Ort hat uns verdeutlicht, wie wichtig Toleranz und Menschlichkeit sind. Und wir sind uns einig: „Nie wieder.“

Mira Maiwald, Hannah Oschmann, Paula Riegger, Gözde Yesil, David Zingher

Exkursion in die KZ-Gedenkstätte Flossenbürg

Wir haben Flossenbürg verlassen, aber Flossenbürg hat uns nie verlassen.“

(Samuel Brückner, Überlebender des Konzentrationslagers Flossenbürg)

Wir, die Schülerinnen und Schüler der 9. Jahrgangsstufe, begegneten auf unserer Exkursion in die KZ-Gedenkstätte Flossenbürg am 9. März 2017 vielen solcher Zeitzeugenaussagen.

Zunächst erkundeten wir bei einem geführten Rundgang das ehemalige Gelände des Konzentrationslagers und konnten uns so konkrete Vorstellungen der Dimensionen eines Lagers sowie des grausamen Alltags eines KZ-Häftlings machen.

Die schon im Geschichtsunterricht erarbeiteten Fakten sowie die Exponate der Ausstellung wurden durch den imposanten Film, in dem verschiedene Zeitzeugen ihr Schicksal schilderten, lebendig.

Obwohl das Konzentrationslager Flossenbürg lange Zeit in Vergessenheit geraten und nach dem Zweiten Weltkrieg zeitweise überbaut und als Fabrikanlage umfunktioniert worden war, trägt das heutige Konzept der Gedenkstätte der Geschichte des Ortes in eindrücklicher Weise Rechnung.

Gerwald, Jordan, Krahn

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