Biologie am RGW

„Die nächsten zwanzig Jahre werden das Zeitalter der Biologie sein, in der Art, wie die letzten zwanzig Jahre das Zeitalter der Mikro-Elektronik waren.”

JOHN NAISBITT, amerikanischer Prognostiker

Auch wenn diese Prognose vor bereits über 25 Jahren in NAISBITTS Buch „Megatrends“ getroffen wurde – sie erweist sich heute als ebenso zutreffend wie damals.
Es ist heute eine gängige und weitgehend unbestrittene Auffassung, dass nach dem Jahrhundert der Physik mit dem einundzwanzigsten Jahrhundert die Ära der Biologie angebrochen ist.

Tatsächlich haben die biologischen Teildisziplinen in den vergangenen 20 Jahren in vielen Gebieten gewaltig expandiert, teilweise haben sich sogar neue Fachbereiche etabliert:

  • Die Genomforschung bekam vor 20 Jahren durch die Gründung des Humangenomprojekts großen Auftrieb. Im Jahr 2000 lag dann eine erste "Arbeitsversion" des kompletten menschlichen Erbguts vor.
  • Die Proteomik, d.h. die Erforschung des Eiweiß-Inventars einer Zelle, gründet auf diesen Ergebnissen und ermöglicht bessere Einblicke in die Funktionsweise von Lebewesen und das Leben als solches.
  • Die Biotechnologie, dasjenige anwendungsorientierte Teilgebiet der Biologie, das neben Erkenntnissen und Methoden der Mikrobiologie, Genetik und Biochemie auch solche der Verfahrenstechnik einschließt, hat zahllose Neuerungen hervorgebracht, von denen nur einige stichpunktartig erwähnt seien: transgene Tiere und Pflanzen, Gentherapie, medizinisch-pharmazeutische Anwendungen (z.B. Herstellung von Medikamenten)
  • In der Bionik wird versucht, Verfahren, Konstruktions- und Entwicklungsprinzipien der Natur in technische Anwendungen umzusetzen, z.B. wenn Schmutz abweisende Oberflächen nach dem Beispiel der Natur entwickelt werden sollen ("Lotus-Effekt").

Diese Liste ist beinahe beliebig erweiterbar und lässt damit erahnen, wie stark die Biologie bereits über die klassischen Disziplinen Zoologie und Botanik hinausgewachsen ist. Hinsichtlich ihrer wirtschaftlichen Aspekte, ihrer ethischen Implikationen und ihrer Auswirkung auf die Lebenswirklichkeit und –qualität von uns allen hat sie auch längst eine gesellschaftspolitische Bedeutung gewonnen.

Diesem Umstand wird auch im Gymnasium Rechnung getragen, weshalb dem Fach Biologie bei allen Änderungen weiterhin – d.h. auch im G8 – ein hoher Stellenwert eingeräumt wird.

Diesen Stellenwert hoch zu halten, darum kümmert sich die Fachschaft Biologie am Röntgen-Gymnasium, dem ältesten und traditionsreichsten naturwissenschaftlich-technologischen Gymnasium Würzburgs.

 

Wir bieten:

  • einen modernen naturwissenschaftlichen Unterricht, der sich durch Methodenvielfalt, und ein sinnvolles Heranführen an selbstständiges naturwissenschaftliches Arbeiten auszeichnet.
  • den Einsatz moderner audio-visueller Präsentationsformen für Lehrer und Schüler gleichermaßen.
  • eine Hinführung zu einer sinnvollen Nutzung des Internets.
  • fächerübergreifende Projekte, z.B. das Projekt "Über die Liebe reden lernen". Dieses Projekt ermöglicht es den Schülern, sich unter der Federführung des Fachs Biologie in einem außerunterrichtlichen Kontext auf so heikle Themen wie Beziehung, Sexualität und Liebe einzulassen.
  • eine gezielte Betreuung interessierter Schüler bei der Teilnahme an Schülerwettbewerben (z.B. eine "Jugend forscht" – Gruppe).
  • die ständige Einrichtung von Oberstufen-Kursen bis zum Abitur.
  • interessante W- und P-Seminare in der Oberstufe.
  • Unterrichtsfahrten und Unterrichtsgänge zur Vertiefung und Veranschaulichung der erworbenen Kenntnisse.

So hoffen wir, dazu beizutragen, dass uns auch in Zukunft die angehenden Forscher nicht ausgehen, die dann das Zeitalter der Biologie aktiv mitgestalten.

Für die Bio-Fachschaft
OStR Wüst

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